PLUSPUNKT bietet Botendienst als Alternative zum Apothekenbesuch

Botendienst Apotheke Pluspunkt

Das Corona-Virus hält aktuell die gesamte Welt in Atem, auch hierzulande haben sich viele Abläufe verlangsamt. Schulen, Kitas, Schwimmhallen, Kinos, Bars und viele Geschäfte haben geschlossen. Supermärkte und Apotheken erleben dagegen einen wahren Boom. Vor allem Risikogruppen wird jedoch empfohlen, soziale Kontakte auf ein Minimum zu beschränken, um sich nicht mit Covid-19 anzustecken. PlusPunkt bietet ab sofort einen Botendienst der Apotheke an, damit besonders gefährdete Kunden nicht in die Apotheken kommen müssen.

Wie funktioniert der Botendienst bei PlusPunkt?

Wenn Sie den Botendienst der PlusPunkt-Apotheken nutzen möchten, bestellen Sie Ihr Medikament in Ihrer nächstgelegenen Filiale. Dies können Sie über folgende Wege tun:

  • Telefon
  • Fax
  • E-Mail
  • App

Ein Mitarbeiter der PlusPunkt-Apotheke nimmt die Bestellung auf den genannten Wegen entgegen. Bestellen Sie per E-Mail oder App, dann fotografieren Sie Ihr Rezept und schicken es direkt mit an die Apotheke. Das Original bekommt dann der Bote, wenn er Ihre Ware bringt. Entscheiden Sie sich für die telefonische Bestellung, händigen Sie das Rezept direkt an den Boten aus.

Wichtig ist in jedem Fall: Gehen Sie verantwortungsvoll mit der Situation um und vermeiden Sie zu viel Kontakt mit dem Rezept. Denn auch Botendienste tragen ein hohes gesundheitliches Risiko.

Dr. Barbara Spohrer von der PlusPunkt-Apotheke am Erbischen Tor in Freiberg erklärt: „In der aktuellen Situation haben die Kunden keinen direkten Kontakt mehr zu den Fahrern unseres Botendienstes. Er stellt die Tüte an einem vereinbarten Ort ab und legt die Rechnung bei, der Kunde zahlt anschließend per Überweisung oder beim nächsten Besuch in der Apotheke.“ Zusätzliche Kosten entstünden nicht.

Laut der Apothekerin sei aktuell eine vermehrte Nachfrage des Botendienstes erkennbar: „Wir haben täglich zwei Fahrer mit zwei Autos, die auf zwei Touren – einmal morgens und einmal nachmittags – Medikamente ausliefern.“ Sofern die verschriebenen Arzneimittel verfügbar seien und bis 11 Uhr bestellt werden, können die Kunden davon ausgehen, sie noch am gleichen Tag zu bekommen, so Dr. Spohrer weiter.

Wer liefert aus und welche Medikamente können per Bote bestellt werden?

Laut Apothekenbetriebsordnung darf der Botendienst nur erfolgen, wenn zuvor eine Beratung durch den Apotheker erfolgt ist – diese ist auch per Telefon möglich. Hat keine Beratung stattgefunden, darf nur pharmazeutisches Personal der Apotheke die Medikamente ausliefern. Dies gilt auch bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln, bei denen der Apotheke kein Rezept vorliegt.

Bei der Auslieferung der Medikamente gibt es nur eine Einschränkung: Arzneien, die dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen, dürfen Sie zwar über einen Botendienst bestellen. Sie dürfen jedoch nur an Sie direkt ausgehändigt werden. Ähnliche Bestimmungen gelten für kühlkettenpflichtige Medikamente, die eine bestimmte Temperatur nicht über- oder unterschreiten dürfen.

Besondere Schutzmaßnahmen nennt Dr. Spohrer für die Belieferung von Menschen, welche sich aufgrund des Coronavirus in der Quarantäne befinden: „Die Fahrer müssen dann zwingend einen Mundschutz und Handschuhe tragen und sich nach der Auslieferung komplett desinfizieren.“

Hintergründe zum Botendienst in der Apotheke

Der Boom der Online-Apotheken sorgt seit gut zehn Jahren für einen sukzessiven Schwund an Vor-Ort-Apotheken. Um diesem Abwärtstrend entgegenzuwirken, wurde das „Gesetz zur Stärkung der Vor-Ort-Apotheken“ aufgesetzt, in dem unter anderem neue Bestimmungen zum Botendienst festgehalten sind.

Bislang war der Botendienst eine Leistung, die Apotheken auf freiwilliger Basis und im Einzelfall anboten. Mit dem neuen Gesetz gehört er nun zur Regelleistung von Apotheken.

Denn die Vorteile liegen auf der Hand: Mithilfe eines Botendienstes bekommen Kunden ähnlich wie bei Versand-Apotheken ihre Medikamente bequem an die Haustür geliefert. Dabei haben sie allerdings einen entscheidenden Vorteil: Die Apotheke bleibt als fachlicher Berater für den Kunden greifbar. Denn die Arznei wird nicht wie beim Online-Handel durch einen klassischen Paketdienst, sondern durch medizinisches Personal ausgeliefert, das auf Fragen direkt eingehen und den Kunden kompetent beraten kann.

Und ein weiterer Vorteil ergibt sich durch den Botendienst der Vor-Ort-Apotheke: Jedes dritte neu zugelassene Medikament ist mittlerweile kühlkettenpflichtig, das heißt, eine bestimmte Temperatur darf nie unter- oder überschritten werden. Online-Händler stellt dies vor allem in immer heißer werdenden Sommern vor Herausforderungen. Der Botendienst der Vor-Ort-Apotheke kann sich aufgrund der kurzen Lieferwege den individuellen Gegebenheiten jedes einzelnen Kunden viel besser anpassen und die Medikamente so ausliefern, wie es gesetzlich vorgeschrieben ist.

Bildquellen: Pixabay, ABDA

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